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Peter Kogler

13.05.22
15.07.22
-

Bereits 1984 hat der österreichische Medienkünstler Peter Kogler auf einem Commodore 64 Computer anhand der Zeichensoftware KoalaPainter begonnen die Möglichkeiten digitaler Gestaltung auszuloten und diese, von der Kunstwelt zunächst wenig beachtete neue Diziplin, zu entwickeln und mitzuprägen.

 

In Anbetracht aktueller Pixelästhetiken im NFT-Universum wirken diese frühen Arbeiten derzeit wieder äußerst aktuell und verströmen eine gewisse Zeitlosigkeit.

 

Aus diesem Anlass hat Peter Kogler im vergangenen Jahr eine Auswahl dieser frühen Arbeiten als NFT-Serie zum ersten Mal veröffentlicht und damit zwei Epochen der Medienkunst zusammengeführt.

Das DFC Digital Francisco Carolinum zeigt diese Serie als, von Peter Kogler eigens für diese Ausstellung entwickeltes, virtuelles Gebäude, dessen Architektur zur Gänze aus den Bildern selbst besteht.

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Der virtuelle Standort der OÖ Landes-Kultur GmbH, befindet sich in der 17 Clarion Alley auf der Insel San Francisco im Metaverse Voxels.

Trotz der Dominanz der Malerei als Leitmedium in der Bildenden Kunst zu Beginn der 1980er Jahre faszinierte Kogler schon früh die digitale Bildsprache in Form von Icons und Piktogrammen. Mit einem Commodore 64, Amiga und später einem Macintosh eröffnete sie neue künstlerische Ausdrucksformen, um zwischenmenschliche Beziehungen und den Einfluss von Medien auf Individuen sichtbar zu machen. Die Resonanz in der Kunstwelt war zunächst äußerst zurückhaltend, da der Einsatz von Computern für künstlerische Zwecke völliges Neuland darstellte und im damaligen Kunstkanon keinen konkreten Bezug hatte.

In Koglers früher künstlerischer Laufbahn begann sich sein Interesse an der Wirkung von Räumlichkeit, Architektur, Zeichensystemen und Signalsprachen in seinen Kartonobjekten, Zeichnungen, Performances und Filmen auszudrücken. Mit Medien- und Computertechnologie als Grundlage seiner Raumstrukturen widersetzte er sich dem Mainstream der Malerei als der damaligen primären künstlerischen Praxis und integrierte organische Formen und Körperstrukturen in eine vom Perfektionismus getriebene Technologie. Der Verwendung digitaler Zeichensoftware ist Peter Kogler im Laufe seiner vielbeachteten Karriere treu geblieben.

 

Koglers erste digitale Arbeiten sind humorvolle und spielerische Vorboten der jüngsten Entwicklungen im NFT-Raum und zeigen, wie Pixelkunst und Bildsprache Einzug in seine künstlerische Praxis fanden, lange bevor NFTs bekannt waren. Die damals gewissermaßen obligatorische Pixelästhetik resultierte natürlich aus der extrem geringen Rechenleistung der C64-Rechner und gewann in der zeitgenössischen Kunstpraxis zunehmend an Popularität.

(Josefine Hübler/prtl.art, Markus Reindl)

 

Peter Kogler (*1959) studierte an der Kunstgewerbeschule (heute HTL Bau + Kunst) in Innsbruck und an der Akademie der bildenden Künste Wien. Von 1986 bis 1987 war er an der Städelschule in Frankfurt am Main tätig. 1993 wurde er Professor an der Akademie der bildenden Künste Wien und leitete ab 1997 die Klasse für Neue Medien. Seit 2008 hat er eine Professur für Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München inne. Mit seinen immersiven, oft auf Wiederholung basierenden, Raumlabyrinthen feierte Kogler seit den frühen 90er Jahren zahlreiche große Erfolge. Er war unter anderem mehrfach bei der Documenta zu Gast und hat die die prämierte Halle des Grazer Hauptbahnhofes gestaltet.

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